Tutorial für Merz: Wie man Katharina Reiche absägt
Katharina Reiche — Wirtschaftsministerin, Lobby-Karriere, Drehtür-Politik: Ein satirischer Essay über Deutschlands umstrittenste Ministerin. Mit Quellen.
Tutorial für Merz: Wie man Katharina Reiche absägt
Ein satirischer Leitfaden in zehn Schritten für einen Kanzler, der es nicht kann.
BILD brauchte drei Jahre und 70 “Heiz-Hammer”-Schlagzeilen1, um Habeck zu zerlegen. Für Reiche hat Springer keinen Finger gerührt. Also muss ich ran. Mit Fakten, Fußnoten und einer Spotify-Playlist für den Zapfenstreich. Und bevor Merz meckert, die Jugend arbeite nicht: Ich sitze hier an einem Mittwochabend mit einem Glas Wein und mache seinen Job. Unbezahlt. Kubicki hätte bei dem Pensum schon drei Flaschen durch.
1. Disclaimer: Berufsrisiko
Bevor wir anfangen, ein Wort zur Schärfe.
Robert Habeck wurde von BILD über drei Jahre systematisch zerlegt. 101 von 147 Artikeln negativ. Fast 70-mal “Heiz-Hammer”1. “Kinderbuchautor”, “Ampel-Grinch”, “Energie-Stasi”. Eine Kobuk-Studie der FH Wien dokumentierte: 0,7 Prozent positive Berichterstattung2. Null Komma Sieben. Björn Höcke, gerichtsfest als Faschist eingestuft, kam auf 17 Prozent. Springer hat bei Habeck so viel getippt, dass man um die Karpaltunnel der “Journalisten” fürchten musste.
Und Katharina Reiche?
Stille. Relative, auffällige, dokumentierbare Stille. Die GovRadar-Affäre? Primär Spiegel und Tagesspiegel. Der Tirol-Geheimgipfel mit ihrem Lebensgefährten? FragDenStaat. Die E-Mail-Durchsuchung im eigenen Ministerium? Wieder Spiegel. Kein BILD-Kampagnenbegriff, keine personalisierte Dauerbeschallung, kein “Lobby-Hammer”, kein “Gas-Grinch”. Döpfner hat 2021 seinem Chefredakteur geschrieben: “Please stärke die FDP.”3 Die taz stellte fest: Merz’ politische Agenda ist “fast deckungsgleich mit den Standpunkten des Axel-Springer-Verlags.” Wer A sagt, schweigt bei B.
Also mache ich jetzt BILDs Drecksarbeit. Jemand muss es ja tun. Die Springer-Knechte werden sich jedenfalls kein Karpaltunnelsyndrom für eine CDU-Ministerin holen.
Und bevor jemand “Sexismus!” ruft: Das hier ist kein Angriff auf eine Frau. Das ist ein Angriff auf eine Ministerin. Katharina Reiche hat ein Recht darauf, kritisiert zu werden — das nennt man Berufsrisiko. Robert Habeck wurde härter rangenommen als jede CDU-Ministerin in der Geschichte der Bundesrepublik, und niemand hat ihm einen Opferstatus angeboten. Wer Reiche vor Kritik schützen will, weil sie eine Frau ist, betreibt den eigentlichen Sexismus. Gleichbehandlung heißt: gleiche Schärfe. Habeck hat sie bekommen. Reiche bekommt sie jetzt. Außerdem kenne ich genug starke Frauen, die mir bei übertriebenem Sexismus so gezielt in die Weichteile treten würden, dass meine Stimme für den Rest dieses Essays drei Oktaven höher läge. Zurecht.
Alles, was folgt, ist von der Kunstfreiheit gedeckt. Aber zur Sicherheit: Ich habe trotzdem recherchiert.
2. Der Mensch gewordene Gaskessel
Am Morgen des 6. Mai 2025 war Katharina Reiche im Lobbyregister des Deutschen Bundestages eingetragen. Registernummer R0018134. Funktion: Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, E.ON-Tochter, über 10.000 Mitarbeiter, 37.000 Kilometer Gasnetz, 23 Interessen- und Vorhabenbereiche. Am Mittag wurde der Eintrag gelöscht. Am Nachmittag war sie Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.
Morgens Lobbyistin, mittags Ministerin. Die Drehtür quietscht nicht mal mehr — sie hat keine Scharniere.
Man muss das in seiner vollen Schönheit würdigen. Am 4. Februar 2015 geschahen drei Dinge gleichzeitig: Vormittags beschloss das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für Karenzzeiten bei Seitenwechslern — also exakt jene Abkühlphasen, die verhindern sollen, dass Politiker nahtlos in die Lobby wechseln. Nachmittags wählte der VKU-Vorstand Reiche zur Hauptgeschäftsführerin. Am selben Tag bat Reiche Kanzlerin Merkel, sie von ihrem Amt als Parlamentarische Staatssekretärin zu entbinden. LobbyControl kommentierte: “Reiche würde also das letzte Zeitfenster für einen Wechsel ohne Karenzzeit nutzen.”5 Das Gesetz trat am 25. Juli in Kraft. Reiche war seit sechs Monaten weg. Timing ist alles.
Zehn Jahre später, die Rückfahrt. Von der E.ON-Tochter-Chefin zur Energieministerin. LobbyControl warnte am 28. April 2025, acht Tage vor der Vereidigung: “Mit Frau Reiche wird eine Energieunternehmerin zur Energieministerin gemacht.”6 Man hätte auch warnen können, dass Wasser nass ist.
Was tat Reiche als erstes? Acht von zehn Abteilungsleitern ausgetauscht. Intern “Tabula rasa” genannt. Besonders herzerwärmend: Stephanie von Ahlefeldt, die unter CDU-Minister Altmaier als Leiterin der Stromabteilung die Energiewende gebremst hatte — 1.000-Meter-Mindestabstände für Windkraft, man erinnert sich —, kehrte als Abteilungsleiterin zurück. Ein Grünen-Abgeordneter nannte sie “Dark Voldemort der Energiewende”7. Voldemort hatte wenigstens die Anständigkeit, sich unter einem falschen Namen zu verstecken.
Und dann der BDEW-Kongress am 4. Juni 2025. STATION-Berlin. 1.700 Branchenvertreter. Im Publikum: Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender von E.ON — ihr ehemaliger Konzernchef. Reiche eröffnet: “Vielleicht sollte ich sagen: Liebe Ex-Kollegen. Aber dann schreit LobbyControl wieder auf.” Und: “Mich verbindet viel mit dieser Branche.”8
Das Schöne an Katharina Reiche ist: Man muss gar nichts erfinden. Man muss sie nur zitieren.
BDEW-Präsident Dohler lobte, sie könne “die Themen, die die Energiewirtschaft beschäftigten, direkt herunterbeten.” Die taz kommentierte: “Um Distanz bemühte sich Reiche ausdrücklich nicht.”8 Wozu auch. Distanz setzt voraus, dass man gegangen ist. Die Frage, wer hier wen reguliert — die Ministerin die Industrie oder die Industrie die Ministerin —, beantwortet sich von selbst, wenn die Ministerin ihre alten Kollegen noch immer “Kollegen” nennt.
Dazu: Table.Briefings dokumentierte teils wortgleiche Passagen zwischen Reiches Zehn-Punkte-Plan und dem E.ON/RWE-Positionspapier “Marktorientiert und pragmatisch: Die Energiewende braucht einen Neustart”9. Das Handelsblatt enthüllte, dass das Ministerium von RWE ein Strategiepapier zur Kraftwerksstrategie angefordert hatte — von anderen Verbänden wurde keins erbeten. Der zugrundeliegende EWI-Monitoringbericht wurde laut Greenpeace an 28 Stellen nachträglich geändert. Karsten Smid (Greenpeace): “Gefälligkeitsgutachten.”10
Reiche, deren gesamte Karriere von E.ON über VKU bis ins BMWK eine einzige Gasleitung beschreibt — der Mensch gewordene Gaskessel der deutschen Energielobby. Und jemand muss ihm den Hahn abdrehen.
3. Was Katharina Reiche baut: Gaskraftwerke
Katharina Reiche baut exakt eine Sache. Gaskraftwerke. Wer verstehen will, wie Klimapolitik im Rückwärtsgang aussieht, muss nur ihren Zehn-Punkte-Plan lesen.
Erste Regierungserklärung: “Versorgungssicherheit first!” Direkt danach: “Mindestens 20 GW Gaskraftwerke.” Die EU lehnte ab. Also 12 GW als Erstausschreibung. Dann Ankündigung: 20-25 GW ab 2027. Alle “H₂-ready” — theoretisch umstellbar auf Wasserstoff bis 2045. Praktisch: Gaskraftwerke, die 20 Jahre Gas verbrennen werden. “H₂-ready” ist das “ich fange Montag mit Sport an” der Energiepolitik.
Gleichzeitig: Das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz, das den Namen nicht verdient. Schnellere Genehmigungen, klingt gut. Und die Finanzierung? Von geplanten 24,5 Milliarden Euro auf unter 7 Milliarden zusammengestrichen11. 17,5 Milliarden Lücke. Dazu: Blauer Wasserstoff — also Erdgas mit dem PR-Label “Wasserstoff” — erhält denselben Status wie grüner. Die Frau, die als Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats den grünen Hochlauf versprochen hat, erklärt ihn als Ministerin für gescheitert. Das ist keine Energiewende. Das ist eine Energiekehrt.
Woher kommt das Gas? 96 Prozent des deutschen LNG kommen aus den USA. Und als das nicht reichte, schloss die SEFE — staatlich, ehemals Gazprom Germania — im Juni 2025 einen Zehn-Jahres-Vertrag mit SOCAR, der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans12. Aserbaidschan: Freedom-House-Index 7 von 10013. Zum Vergleich: Russland kommt auf 19. Deutschland hat also offiziell eine Diktatur durch eine schlimmere Diktatur ersetzt. Ilham Aliyev regiert seit 2003, seine Frau ist Vizepräsidentin, 331 politische Gefangene, Reporter ohne Grenzen Platz 167 von 180, und im September 2023 vertrieb er über 100.000 ethnische Armenier aus Bergkarabach — das Europäische Parlament nannte es “ethnische Säuberung”14. Aber Aserbaidschan hat Gas. Und die CDU hat bei Aserbaidschan Erfahrung: Kaviar-Diplomatie, drei verurteilte Abgeordnete (Lintner, Strenz, Fischer), 2,9 Milliarden Dollar Korruption via Danske Bank. Axel Fischer wurde im Januar 2026 als erster Bundestagsabgeordneter überhaupt nach § 108e StGB (Bestechlichkeit von Mandatsträgern) verurteilt15. Und jetzt kauft dieselbe Partei dort Gas.
Ach ja, und Baden-Württemberg. Reiche hat im Februar 2026 einen 400-seitigen EEG-Reformentwurf geleakt, der die Solarförderung für Dachanlagen abschaffen soll. In einem Land mit einer Million Photovoltaikanlagen. Die CDU lag 14 Punkte vorn. Am 8. März gewannen die Grünen mit 30,2 zu 29,7 Prozent16. Auf der Grünen-Wahlparty: “Man hätte sich keine bessere Wahlhelferin als Katharina Reiche wünschen können.” 2011 kostete eine von Reiche mitverantwortete AKW-Laufzeitverlängerung die CDU schon einmal Baden-Württemberg. Jürgen Trittin nannte es das “fossile Fukushima”17. Man könnte von einem Muster sprechen, aber das wäre unfair gegenüber dem Zufall.
4. Preiserhöhung nur einmal am Tag
Und dann kamen die Spritpreise.
Am 28. Februar 2026 begann der Iran-Krieg. Die Straße von Hormus — 20 Prozent des globalen Ölangebots — wurde de facto geschlossen. Der Brent-Rohölpreis stieg von 72 auf 128 Dollar. An den Zapfsäulen: Diesel kletterte auf 2,447 Euro pro Liter, ein Allzeithoch, 12,2 Cent über dem Ukraine-Rekord von 2022.
Katharina Reiches Antwort: das “Österreich-Modell”. Tankstellen dürfen Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Das klingt vernünftig. Das Problem: Österreich kombinierte die Regel mit einer Mineralölsteuersenkung und einer Margenbegrenzung. Deutschland kopierte nur den kosmetischen Teil.
Das Ergebnis am ersten Tag: Punkt 12 Uhr, plus 7,6 Cent bei E10, plus 7,5 Cent bei Diesel. In der Folgewoche erreichte der Dieselpreis an jedem einzelnen Tag ein neues Allzeithoch. Der ADAC am 7. April: “Die Bundesregierung hat hohe Erwartungen an das sogenannte Österreich-Modell geweckt und das auch als Spritpreisbremse bezeichnet. Es ist keine Spritpreisbremse. Die Preise gehen nur in eine Richtung, nämlich nach oben.”18
Und hier wird es richtig schön: Am 8. April brach der Ölpreis um 15 Prozent ein — Trump kündigte eine zweiwöchige Waffenruhe an. Brent fiel auf 90 Dollar. An den Zapfsäulen? Diesel stieg auf 2,502 Euro. Der Ölpreis fällt, der Zapfsäulenpreis steigt. Als Software Engineer fragt man sich jeden Tag, warum die Spritpreise nicht mit den Ölpreisen korrelieren. Als Wirtschaftswissenschaftler kennt man die Antwort: Oligopol. Als Wirtschaftsministerin tut man so, als wüsste man es nicht.
Das Bundeskartellamt — das Katharina Reiche untersteht (§ 52 GWB, Geschäftsbereich des BMWE) — dokumentierte eine “nachhaltige Entkopplung der Großhandelspreise bei Diesel vom Rohölpreis”19. 25 Cent Aufschlag über den reinen Rohölpreisanstieg hinaus. Die Crack-Spreads auf dem Doppelten der Norm. Und was sagt Präsident Mundt, seit 17 Jahren im Amt? “Wir sind keine Preisbehörde.”
Stimmt. Das Kartellamt ist keine Preisbehörde. Es ist auch keine Wettbewerbsbehörde. Es ist auch keine Behörde. Es ist ein Beobachtungsposten mit Faxgerät. Schon die Sektoruntersuchung von 2011 identifizierte ein “marktbeherrschendes Oligopol” aus BP, Shell, ExxonMobil, Jet und Total20. 15 Jahre später hat sich an der Grundstruktur nichts geändert, außer dass die Anzahl der täglichen Preisänderungen pro Tankstelle von 3,9 auf 50 gestiegen ist. 50 Preisänderungen. Am Tag. Und das Bundeskartellamt beobachtet.
Katharina Reiche und das Bundeskartellamt — beide zahnlos. Reiche ist 52 — zu jung für dritte Zähne, aber genau im richtigen Alter, um einer Behörde vorzustehen, die seit 2011 keine mehr hat. Und während die einen keine Preise kontrollieren können und die andere keine Preise kontrollieren will, tankt Deutschland für 2,50 den Liter und fragt sich, ob Geld für den Einkauf noch übrig bleibt.
Köpfe müssen rollen. Und es gibt einen, der rollen lassen könnte.
5. Tutorial für Friedrich: Die Kunst des Absägens
Friedrich, aufgepasst. Das hier ist der Kernkurs. Der Grund, warum du diesen Essay liest. Die eine Kompetenz, die Angela Merkel besaß und die dir fehlt: Menschen feuern. Was Merz als Aufsichtsratskanzler nicht versteht: Man kann Kabinettsmitglieder nicht wie Vorstandskollegen aussitzen.
Fangen wir mit dem Curriculum an.
Lektion 1: Der Röttgen (90 Sekunden, fertig)
- Mai 2012. Norbert Röttgen verliert die NRW-Landtagswahl mit 26,3 Prozent — schlechtestes CDU-Ergebnis seit 1947. Röttgen erklärt das Ergebnis zur “Abstimmung über Merkels Europakurs”. Drei Tage. Merkel legt ihm den freiwilligen Rücktritt nahe. Röttgen weigert sich. Am 16. Mai nimmt Merkel ihn zum Vier-Augen-Gespräch zur Seite. Eine Stunde. Röttgen zählt seine Erfolge auf. Merkel bleibt hart. Röttgen bittet nur noch darum, dass seine Kinder es nicht in der Schule aus den Nachrichten erfahren. Um 16:35 Uhr tritt Merkel vor die Kameras. 90 Sekunden. Kein einziges Mal das Wort “NRW”. Kein einziges Mal das Wort “Wahlniederlage”. Ein “anderthalbminütiges Eiszapfen-Statement”21 (taz). Röttgen war nicht mal im Raum.
Gemäß Artikel 64 des Grundgesetzes. Vorschlag an den Bundespräsidenten. Entlassungsurkunde. Fertig.
Lektion 2: Die Schavan (mit Gefühl)
- Februar 2013. Der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf erkennt Annette Schavan den Doktortitel ab. “Systematische und vorsätzliche Täuschung durch Plagiat.” Schavan war eine von Merkels engsten Vertrauten, 14 Jahre stellvertretende CDU-Vorsitzende. Der Tagesspiegel: “Schavan hat es ihrer Freundin wenigstens leicht gemacht.”22 Sie trat selbst zurück. Vier Tage. Merkel sprach mit zitternder Stimme. Und machte Schavan ein Jahr später zur Botschafterin beim Vatikan. Loyalität wird belohnt — aber erst nach der Entlassung.
Lektion 3: Der Guttenberg (der Lover)
- Februar 2011. Plagiatsvorwürfe. Merkel verteidigt ihn zwei Wochen lang. “Ich habe keinen wissenschaftlichen Assistenten, sondern einen Minister berufen.” 60.000 Wissenschaftler unterschreiben einen offenen Brief. Am 1. März tritt Guttenberg zurück. Merkel erfährt per SMS auf der CeBIT. Und dann der Zapfenstreich am 10. März, auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks. Drei Musikstücke darf der Abtretende wählen. Guttenberg wählt: Großer Kurfürsten Reitermarsch, König Ludwig II. und — als provokante Pointe — “Smoke on the Water” von Deep Purple, gespielt vom Stabsmusikkorps in Bläserfassung. Sein Kommentar: Er wolle künftig Gedanken aufschreiben. “Es sind eigene Gedanken.” Immerhin.
Und hier wird es wirklich gut. Guttenberg war 2009 Verhandlungsführer der CDU/CSU für den Bereich Wirtschaft und Energie bei der Koalitionsbildung. Er war kurzzeitig sogar Bundeswirtschaftsminister. Und jetzt, 15 Jahre später, ist seine Lebensgefährtin Bundeswirtschafts- und Energieministerin. Sie treffen sich in der Mitte der Drehtür. Er hat beim Rausgehen “Smoke on the Water” spielen lassen; sie hat beim Reinkommen das Lobbyregister löschen lassen. Romantik ist, wenn zwei Menschen sich bei derselben Karriereopportunität über den Weg laufen.
Nun zu dir, Friedrich.
Merkel hat Röttgen in drei Tagen entlassen. Schavan in vier. Bei Guttenberg war sie großzügig — 13 Tage. Du? Du hast im Januar 2026 eine Kabinettsumbildung als “wirklich Unsinn” abgetan. Seitdem: Baden-Württemberg verloren. Spritpreis-Allzeithoch. 13 Prozent Zustimmung für deine Wirtschaftsministerin — das unbeliebteste Kabinettsmitglied. “Die taz forderte: “Für die Performance seiner zuständigen Ministerin sollte Friedrich Merz sich schleunigst interessieren.” 84 Prozent der Deutschen sind mit deiner Regierung unzufrieden23.
Und dein Problem, Friedrich, hat einen Namen: Angela Merkel. Die NZZ schrieb: “Merz, der lieber gemocht als kritisiert werden will.”24 Du warst selbst Opfer von Merkels Absäge-Kompetenz25. Februar 2000: Fraktionsvorsitz übernommen. September 2002: Von Merkel abgesägt. Alle Biografen bestätigen: nie verwunden. Wolfgang Schäuble sagte: “Er hatte keine Erfahrung mit Niederlagen gemacht bis 2002.” Wer selbst das Opfer einer Absägung war, tut sich schwer, anderen dasselbe anzutun. Verständlich. Aber Kanzler zu sein heißt: Manchmal muss man Menschen feuern. Das steht so im Grundgesetz. Art. 64 Abs. 1. Vorschlag an den Bundespräsidenten. Fertig. Der Minister kann die Entlassung nicht verweigern. Falls er nicht zur Urkundenübergabe erscheint, wird die Entlassung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Paragraph 10, Satz 2, Bundesministergesetz. Ein einseitiger Hoheitsakt. Kein Einverständnis erforderlich.
Merkel hätte Reiche längst gefeuert. Nicht weil Reiche schlecht ist — sondern weil Reiche politischen Schaden anrichtet, und Schaden anrichten unter Merkel in der Kategorie “Illoyalität” lief. Die CDU hat Baden-Württemberg verloren, und im Kanzleramt sitzt ein Mann, der sich vor dem Bundesanzeiger fürchtet.
Ach ja, und Katharina Reiche kann nach der Feuerung auch noch einen Kopf kürzer einen Vorstandsposten ausüben. Das ist Inklusion.
6. Warum Reiche feuern ein Sieg für den Feminismus wäre
Campact schrieb bei Reiches Ernennung: “Eine erfolgreiche Frau aus Ostdeutschland, die ganz oben im politischen Betrieb mitentscheidet — eigentlich ein Grund zur Freude.”
Eigentlich.
Fangen wir mit der Queerphobie-Akte an. Sat.1, “Eins gegen Eins”, 10. Mai 2011: Reiche argumentierte, Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren seien “immer schlechter aufgehoben” und würden die Konstellation als “nicht normal” empfinden26. BILD-Interview, 21. August 2012: “Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands.”27 Abgeordnetenwatch, September 2013: Gleichgeschlechtliche Lebensformen führten zu “unbegrenztem Hedonismus” auf der einen und “unendlichem Leid” auf der anderen Seite.
Hat Reiche sich jemals distanziert? Kein einziges Mal. 15 Jahre. Campact bestätigt: “Bis heute hat sich die Bundesministerin nicht von dieser Aussage distanziert.”28 Im Gegenteil — nach dem Shitstorm 2012 attackierte sie ihre Kritiker: “Diejenigen, die am lautesten nach Toleranz rufen, besitzen selbst offenbar am wenigsten davon.” BILD kürte sie daraufhin zur “Mutter Courage”. Mutter Courage — für den Einsatz gegen die Homo-Ehe. Und jetzt sitzt sie am Kabinettstisch und ist zuständig für den Wohlstand, den gleichgeschlechtliche Partnerschaften angeblich bedrohen. Erinnert an Markus Söder, den Mann der sich selbst verkleidet — auch dort wird die eigene Biografie zur politischen Verfügungsmasse, je nachdem welches Kostüm gerade passt.
Dann das Ost-Narrativ. Die CDU feierte Reiche als “erste ostdeutsche Frau als Wirtschaftsministerin”. Kretschmer nannte es einen “Glücksfall für die östlichen Bundesländer”. Kleines Problem: Reiche stammt zwar aus Luckenwalde (Brandenburg), lebt aber seit 2020 in Essen, NRW — als Vorstandsvorsitzende eines E.ON-Konzerns. Der Tagesspiegel: “Längst nicht mehr in ihrer Heimat politisch präsent.” Die Berliner Zeitung: “Den Osten repräsentiert sie nicht.”29 Brandenburgs CDU-Chef Redmann ruderte diplomatisch zurück: “Die Bundesminister sind für Ressorts verantwortlich, nicht für Regionen.” Sachsen-Anhalts CDU-Chef Schulze noch offener: “offenes Geheimnis”, dass man sich jemanden gewünscht hätte, “der in Ostdeutschland noch bekannter gewesen wäre.”
Und jetzt die These, die ich seit den Notizen für diesen Essay vor mir hertrage:
Katharina Reiche zu feuern wäre ein Sieg für den Feminismus.
Nicht trotz, sondern wegen der Tatsache, dass sie eine Frau ist. Feminismus heißt: Frauen werden genauso nach Kompetenz beurteilt wie Männer. Keine Schonung, kein Bonus für Identitätskategorien. Die feministische Position ist paradoxerweise identisch mit der härtesten Sachkritik. Wer sagt “Man kann Reiche nicht feuern, sie ist eine Frau” — der betreibt Sexismus. Wer sagt “Reiche hat 13 Prozent Zustimmung, eine Lobby-Biografie so lang wie ein Gasliefervertrag und hat der CDU Baden-Württemberg gekostet, also muss sie gehen” — der betreibt Gleichbehandlung.
CDA-Bundesvize Christian Bäumler hat es am 27. Juli 2025 auf den Punkt gebracht: “Wer als Wirtschaftsministerin nicht realisiert, dass Deutschland eine hohe Teilzeitquote und damit eine niedrige durchschnittliche Jahresarbeitszeit hat, ist eine Fehlbesetzung.”30 Aus der eigenen Partei. Niemand widersprach. Die taz: “Dass die Parteifreund:innen eine Ministerin öffentlich als Fehlbesetzung bezeichnen, ist mehr als ungewöhnlich.” Das Schweigen der Partei ist lauter als die Kritik.
670.000 Campact-Unterschriften gegen Reiche. 13 Prozent Zustimmung. Kein Kabinettsmitglied ist unbeliebter. Die Entlassung wäre kein Angriff auf Frauen in der Politik — sie wäre der Beweis, dass die Spielregeln für alle gelten.
7. Kompetente Alternativen: Fünf CDU-Frauen ohne Gaslobby-Visitenkarten
Für Friedrich, der behaupten wird, es gäbe keine Alternativen. Hier sind fünf.
Anja Karliczek. Ex-Bildungsministerin. Hat als Ministerin für grünen Wasserstoff gekämpft — “Die Zukunft gehört allein dem grünen Wasserstoff” — während Reiche im Nationalen Wasserstoffrat den blauen (aus Erdgas) favorisierte. 500 Millionen Euro Forschungsfabrik Batteriezelle, 300 Millionen Kopernikus-Projekte. Fossil-Lobby-Verbindungen: Null. Dass Merz die Fossil-Lobbyistin statt der Grün-Wasserstoff-Ministerin wählte, ist kabarettreif.
Gitta Connemann. Aktuell Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE — unter Reiche. MIT-Bundesvorsitzende, Wirtschaftsflügel der CDU, Volljuristin. Verantwortet im Ministerium die Abteilungen Wirtschaft, Industrie und Mittelstand. Sie ist die operative Kraft, während über ihr eine Ministerin sitzt, deren Netzwerk LobbyControl als “Sprachrohr der Konzernlobby” bezeichnet. Fossil-Lobby-Verbindungen: Null. Einzige vergütete Nebentätigkeit: 3.500 Euro jährlich bei Signal Iduna. Connemann sitzt buchstäblich unter Reiche — und wäre besser über ihr aufgehoben.
Anne König. Mathematikerin, einzige CDU-Frau im Bundestag mit direkter Ausschusserfahrung in Klimaschutz und Energie. Kam als Lehrerin in die Politik. Fossil-Lobby-Verbindungen: Null. Eine Mathematiklehrerin aus dem Münsterland versus eine Westenergie-CEO mit Guttenberg-Connection — der Kontrast zwischen Kreide an den Händen und Gaslobby-Visitenkarten im Rolodex wäre kabarettistisch unschlagbar.
Julia Klöckner. War dreieinhalb Jahre wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion — die zentrale Oppositionsstimme gegen Habecks Wirtschaftspolitik. Regulierungserfahrung, EU-Verhandlungsführung. Fossil-Lobby-Verbindungen: Null. Merz hat sie auf den repräsentativen Posten der Bundestagspräsidentin “befördert”. Die Frau mit der wirtschaftspolitischen Expertise wurde elegant abgeschoben, die E.ON-Tochter-Chefin bekam das Ministerium.
Maria Flachsbarth. Promovierte Naturwissenschaftlerin, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses für Klima-, Umwelt- und Energiepolitik. Fossil-Lobby-Verbindungen: Null.
Fünf Frauen. Alle ohne Gaslobby. Alle kompetenter für das Amt. Die satirische Kernaussage ist nicht, dass es keine Alternativen gab — sondern dass die CDU offenbar Fossil-Lobby-Erfahrung mit Energiekompetenz verwechselt hat.
8. Jobsuche für Katharina: Ein Serviceangebot
Nach der Feuerung wird Katharina Reiche einen neuen Job brauchen. Als Service biete ich eine satirische Berufsberatung an.
Satirische Fiktion. Der folgende Lebenslauf ist frei erfunden und dient der satirischen Überspitzung. Jede Ähnlichkeit mit realen Lebensläufen ist beabsichtigt, aber übertrieben.
Lebenslauf:
Berufserfahrung: 10 Jahre Gas-Lobby (VKU, Westenergie/E.ON). 1 Jahr Bundeswirtschaftsministerium.
Fähigkeiten: Drehtüren ölen, Karenzzeiten umgehen, Lobbyregister-Einträge löschen lassen (Bearbeitungszeit: 1 Arbeitstag), wortgleiche Passagen aus Industriepapieren in Regierungsdokumente überführen, 8 von 10 Abteilungsleiter in unter 6 Monaten austauschen.
Sprachkenntnisse: Fließend Branchensprech (“Versorgungssicherheit first!”, “H₂-ready”, “Technologieoffenheit”), Grundkenntnisse Transparenz (rezeptiv).
Referenzen: E.ON-Vorstandsvorsitzender Leonhard Birnbaum (ehemaliger Konzernchef), BDEW-Präsident Dohler (“kann die Themen der Energiewirtschaft direkt herunterbeten”). Bitte nicht beim Bundeskartellamt nachfragen.
Empfohlene Stellen:
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Rückkehr zu Westenergie/E.ON. Bewährter Weg. Die Drehtür dreht sich ja schon zum dritten Mal. Karenzzeit diesmal beachten — das Gesetz gilt seit 2015. Wobei: Reiche hat bewiesen, dass sie fristgerecht vor Inkrafttreten gehen kann.
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GovRadar GmbH. Der Lebensgefährte hält ein Prozent. Das Ministerium hat 287.236 Euro Förderung bewilligt. Die Startup-Szene könnte frische Energie gebrauchen. Guttenberg hat Erfahrung mit Neuanfängen — er hat nach dem Rücktritt 2011 eine Beratungsfirma gegründet, sich einen neuen Doktortitel in Southampton geholt und in die Wirecard-Affäre verwickelt. Karriereresilienz kennt keine Grenzen.
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SOCAR-Repräsentanz Berlin. Die Kontakte zu Aserbaidschan sind frisch, der SEFE-Vertrag läuft zehn Jahre. Freedom House 7 von 100, aber das Gehalt stimmt.
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Bundeskartellamt. Vorsitzende einer neuen Abteilung für Nicht-Zuständigkeit. Passt zur bisherigen Amtsführung.
9. Zapfenstreich-Playlist: Spotify für Katharinas Abschied
Tradition: Beim Großen Zapfenstreich darf die abtretende Amtsperson drei Musikstücke wählen. Guttenberg wählte 2011 “Smoke on the Water”. Merkel wählte “Du hast den Farbfilm vergessen” von Nina Hagen.
Für Katharina Reiche schlage ich vor:
Track 1: “Smoke on the Water” — Deep Purple Weil ihr Lebensgefährte es vorgemacht hat. Und weil über den Gaskraftwerken tatsächlich Rauch aufsteigt. Familientradition.
Track 2: “Burning Down the House” — Talking Heads Wörtlich: Das Haus brennt. Der Kessel brennt. Die Energiewende brennt. Baden-Württemberg brennt. “Versorgungssicherheit first!” — ja, das Haus steht in Flammen, aber es steht sicher.
Track 3: “Money, Money, Money” — ABBA Für die Drehtür. Für die 287.236 Euro GovRadar-Förderung. Für die 4.000 Euro Gebührendrohung bei IFG-Anfragen. Für die Dieselpreise. Und für die 17,5 Milliarden Euro Wasserstoff-Lücke, die jemand anders stopfen muss.
Bonustrack für die Spotify-Playlist: “Highway to Hell” — AC/DC. Für den Dienstwagen, der 1.300 Kilometer leer nach Tirol fuhr.
10. Der nächste Sugar Daddy
Bleibt die Frage: Warum ist es so still?
Warum schreibt BILD keine “Gas-Hammer”-Schlagzeilen? Warum gibt es keinen “Lobby-Grinch”? Warum bekommt eine Ministerin mit 13 Prozent Zustimmung, Drehtür-Biografie, gescheitertem Spritpreismodell und verlorenem Bundesland nicht ein Zehntel der medialen Wucht, die Habeck abbekam?
Friede Springer, Jahrgang 1942, ist 83 Jahre alt. CDU-Mitglied. Ehrenbürgerin von Berlin, verliehen durch den CDU-Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Merkels Ehemann sitzt im Kuratorium der Friede-Springer-Stiftung. Sie hat ihre Stimmrechte an Mathias Döpfner übertragen. Döpfner, der Mann, der seinem Chefredakteur schrieb: “Please stärke die FDP.”31 Der Mann, der Ostdeutsche als “entweder Kommunisten oder Faschisten” bezeichnete. Der Mann, der den Klimawandel als Chance sieht: “Zivilisationsphasen der Wärme waren immer erfolgreicher als solche der Kälte.”31
Seit April 2025 ist Springer erstmals seit dem Börsengang 1985 schuldenfrei und vollständig in Familienbesitz. Döpfner und Friede Springer halten zusammen 95 Prozent32. KKR ist raus. Im März 2026 kaufte Döpfner die Telegraph Media Group für 575 Millionen Pfund33. Ziel: “the most read center-right media outlet in the English-speaking world.”
Center-right. Die CDU ist center-right. Reiche ist CDU. Die Rechnung geht auf.
Wenn Friede Springer eines Tages nicht mehr da ist, wird Döpfner zum alleinigen Machthaber über Europas einflussreichsten Medienkonzern. BILD, WELT, Politico, jetzt Telegraph. Und wer wird dann sicherstellen, dass eine CDU-Ministerin mit Lobby-Biografie, Berater-Affäre und gescheiterter Energiepolitik in der BILD so behandelt wird wie ein grüner Minister mit Kinderbuch? Niemand. Die Asymmetrie ist kein Bug, sie ist ein Feature.
Der Kessel brennt weiter. Und die Einzigen, die darüber schreiben, sind die, die sich das Karpaltunnelsyndrom nicht leisten können — aber es trotzdem tun.
Quellen
Alle Fakten in diesem Essay sind quellengesichert. Wer nicht glaubt, dass morgens Lobbyistin und mittags Ministerin möglich ist: Lobbyregister des Deutschen Bundestages, Registernummer R001813, 6. Mai 2025, gelöscht am selben Tag. Wer die wortgleichen Passagen zwischen Reiches Zehn-Punkte-Plan und dem E.ON/RWE-Positionspapier für Satire hält: Table.Briefings, Malte Kreutzfeldt, September 2025. Wer das Österreich-Modell-Versagen für übertrieben hält: ADAC-Pressemitteilung, 7. April 2026. Alle Zitate sind direkte Zitate mit nachvollziehbarer Quelle.
Was Satire ist, steht als Satire da. Was Fakt ist, steht als Fakt da. Die Kunstfreiheit schützt die Zuspitzung. Die Fakten schützen sich selbst.
Warum steht das auf einem Blog namens buildinganyway? Weil jemand in diesem Land aufhören muss, Drehtüren zu ölen, und anfangen muss, Fundamente zu gießen — für Windräder, Solarparks, Stromnetze und eine Demokratie, in der Ministerien nicht als Außenstellen von Energiekonzernen funktionieren. Es gibt in Deutschland verdammt nochmal mehr zu bauen als fucking Gaskraftwerke. buildinganyway steht für joy, wonder, laughter und hope — die Freude, wenn Katharina Reiche endlich ihren Schreibtisch räumt; das Staunen darüber, dass es in der CDU tatsächlich kompetentere Frauen für den Posten gibt; die Lacher, die dieser Artikel hoffentlich verursacht hat; und die Hoffnung auf eine Energiepolitik, die nicht aus einem E.ON-Positionspapier abgeschrieben wurde. The world can be better because of what you build today — und sei es ein satirischer Essay an einem Mittwochabend mit einem Glas Wein.
Footnotes
-
LobbyControl/Meltwater-Analyse, “Heiz-Hammer fast 70-mal”, November 2024 ↩ ↩2
-
Kobuk.at, “Die Kampagne der BILD gegen Habeck”, FH Wien, Februar 2023 ↩
-
Die Zeit, “Döpfner-Leaks: Private Nachrichten des Springer-CEO”, April 2023 ↩
-
abgeordnetenwatch.de, Martin Reyher et al., “Die Lobby-Akte der Regierung Merz”, 6. Mai 2025. Lobbyregister des Deutschen Bundestages, Registernummer R001813 ↩
-
LobbyControl, Ulrich Müller, Pressemitteilung zum Karenzzeit-Timing, 3. Februar 2015 ↩
-
LobbyControl, Christina Deckwirth, “Mit Frau Reiche wird eine Energieunternehmerin zur Energieministerin gemacht”, 28. April 2025 ↩
-
ZfK (Zeitung für kommunale Wirtschaft), Werner Graf (Grüne), “Dark Voldemort der Energiewende”, Mai 2025 ↩
-
taz, “Wirtschaftsministerin zu Besuch bei Ex-Kollegen”, ca. 5. Juni 2025. BDEW-Kongress, STATION-Berlin, 4. Juni 2025 ↩ ↩2
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Table.Briefings, Malte Kreutzfeldt, “Auffällige Ähnlichkeiten zwischen Reiches Zehn-Punkte-Plan und E.ON/RWE-Positionspapier”, September 2025 ↩
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Greenpeace, Karsten Smid, “28 inhaltliche Änderungen am EWI-Monitoringbericht — Gefälligkeitsgutachten”, Dezember 2025 ↩
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BDEW-Pressemitteilung zum Bundeshaushalt 2026: Förderung “Dekarbonisierung der Industrie” von 24,5 Mrd. auf unter 7 Mrd. gekürzt ↩
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Bloomberg, “SEFE to announce 10-year deal for gas from Azerbaijan”, 9. Juni 2025. SEFE/SOCAR-Vertrag, Baku Energy Week ↩
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Freedom House, “Freedom in the World 2025: Azerbaijan”, Score 7/100. Vergleich: Russland 19/100 ↩
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Europäisches Parlament, Resolution vom 5. Oktober 2023 zu Bergkarabach, 453 gegen 31 Stimmen: “ethnische Säuberung” ↩
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OLG München, Urteil vom 22. Januar 2026 gegen Axel Fischer (CDU), Az. nicht öffentlich — erste Verurteilung nach § 108e StGB. Quellen: ZDFheute, taz, Transparency International ↩
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Landeswahlleiter Baden-Württemberg, Endgültiges Ergebnis Landtagswahl 8. März 2026: Grüne 30,2%, CDU 29,7% ↩
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taz, Nick Reimer, “Das fossile Fukushima”, ca. März 2026. Jürgen Trittin-Blog, 10. März 2026 ↩
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ADAC-Pressemitteilung, 7. April 2026: “Es ist keine Spritpreisbremse. Die Preise gehen nur in eine Richtung, nämlich nach oben.” ↩
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Bundeskartellamt, MTS-K-Quartalsbericht, 27. März 2026: “Auffallend ist die Entkopplung der Großhandelspreise bei Diesel vom Rohölpreis” ↩
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Bundeskartellamt, Sektoruntersuchung Kraftstoffmarkt, 2011: “marktbeherrschendes Oligopol” ↩
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taz, Bericht zur Röttgen-Entlassung, Mai 2012: “anderthalbminütiges Eiszapfen-Statement” ↩
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Tagesspiegel, Bericht zur Schavan-Rücktritt, Februar 2013: “Schavan hat es ihrer Freundin wenigstens leicht gemacht” ↩
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ARD-Deutschlandtrend, April 2026: 84% mit Regierung unzufrieden, Merz 21% Zustimmung ↩
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NZZ, Porträt Friedrich Merz: “Merz, der lieber gemocht als kritisiert werden will” ↩
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Volker Resing, “Friedrich Merz: Der Aufsteiger”, Kapitel “Die Scheidung: Merkels Meisterstück” ↩
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queer.de, Artikel 14209, 10. Mai 2011: Reiche bei Sat.1 “Eins gegen Eins” ↩
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queer.de, Artikel 17212; BILD-Interview 21. August 2012 ↩
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Campact-Blog, aktualisiert 31. Januar 2026: “Bis heute hat sich die Bundesministerin nicht von dieser Aussage distanziert” ↩
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Berliner Zeitung: “Den Osten repräsentiert sie nicht” ↩
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t-online, 27. Juli 2025: CDA-Bundesvize Christian Bäumler nennt Reiche “Fehlbesetzung” ↩
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Die Zeit, Döpfner-Leaks, April 2023: “Please stärke die FDP”, “Zivilisationsphasen der Wärme” ↩ ↩2
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BusinessWire/Yahoo Finance, April 2025: Springer schuldenfrei, 95% Familienbesitz ↩
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Fortune/Bloomberg, März 2026: Telegraph Media Group Kauf für 575 Mio. Pfund ↩